Riesen Geschrei um „Psycho-Kategorien“!

Moin Moin und Grüezi,
heute hat „NDR Info“ berichtet, das die Haspa ihre Kunden Kategorisiert, in „Psycho-Kategorien“. Der Bericht wurde auch sogleich dankbar von allen anderen Medien aufgegriffen und weiter verbreitet. Das ganze passt mal wieder hervorragend in das Bild, welches die Banken zur Zeit in der öffentlichen Diskussion haben. Also her damit und verbreiten! Wenn man die Berichte aufmerksam liest, erkennt man sehr schnell einen gewissen Unterton, wenn der Autor nicht selbst klar sagt, was er dazu meint. Am amüsantesten finde ich die Wortwahl unserer Verbraucherschützerin Edda Castelló: „ekelhaft“. (Da fällt mir ein: wer schützt den Verbraucher eigentlich vor dem Schützer?! Aber das ist ein anderes Thema!)
Also passen Sie auf, dass Sie nicht manipuliert werden, dadurch, dass Ihr Bankberater auf einmal ganz anders mit Ihnen spricht, vielleicht sogar endlich Ihre Sprache spricht. Denn darum geht es doch letzten Endes. Nämlich, dass der Berater sich auf den Kunden einlässt und dessen Beweggründe versteht. Natürlich wird dem absolut sicherheitsbewussten Kunden dann kein Aktienfonds mehr angeboten (wenn man es richtig macht). Aber ist das nun schlecht, wenn die Beratung dadurch ein Stück weit Kundenorientierter werden würde?
Sie kennen das doch auch: Mit dem einen Menschen können Sie, mit anderen nicht. Oder bleiben wir beim Verkauf bzw. Dienstleistung: Wie kann es sein, dass der eine Verkäufer oder die Bedienung genau die richtigen Worte trifft, Sie sich wohl fühlen und Sie hinterher sogar noch Ihren Freunden, Bekannten oder Verwandten davon erzählen, wie toll sie bei XY bedient wurden.

Apropros Manipulation: Die Journalisten tun hier wieder so, als ob sie über die größte Manipulation überhaupt berichten würden und dass ganz schlecht wäre. Doch mal ganz ehrlich und Hand auf´s Herz: Jeder Bericht, jede Form der Kommunikation ist doch eine Form der Manipulation. Wenn ich mich dann als Kunde aber wohl und verstanden fühle, ist doch alles gut. Ein gutes und passendes Produkt mal vorausgesetzt. Ich hoffe, dass keine mehr Schrott-Zertifikate á la „Lehmann-Brothers“ anbietet.
Und die Banker der Haspa sind doch per se keine schlechten Menschen, nur weil sie abhängig beraten. Dann sollte man lieber darüber diskutieren, ob eine Beratung eines an einen Anbieter gebundenen Berater gut sein kann. Und natürlich wäre es schöner, wenn der Kunde eine unabhängige Beratung bekäme, mit der er seine Ziele besser erreichen würde.
Also: Die Journalisten und Verbraucherschützer sollten sich mal lieber auf Homeshopping-Angebote und Klingeltonfallen stürzen, als auf diese Geschichte. Denn diese Grundsätze, die die Haspa dort benutzt hat, kann zum Beispiel ein Journalist in einem Interview hervorragend benutzen.
So genug von mir! Sie sind dran! Was meinen Sie dazu? Ist das ethisch okay, was die Haspa da gemacht hat? Sollte man das Wissen, um verschiedene Charakter anwenden?
Ich bin auf Ihre Meinungen und Kommentare gespannt! Und wer das ganze noch mal nachlesen will: hier

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